

Als Bonus bietet der 529€ (stand 05.05.03) Player:
- Scratch-Effekt
- Master Tempo
- Zoom- und Filter Effekt
- Reverse-Play
- Break-Funktion
- Seamless Loop
- 4 Hot Starts
Auf die Master Tempo (Tonhöhenanpassung beim Pitchen) und Reverse Funktion (rückwärts Abspielen) muss ich an dieser Stelle ja nicht nochmal eingehen.
Unterhalb des Displays ist eine Zahlenbank angebracht, die es erlaubt, den gewünschten Track per Tracknummerneingabe anzuwählen. Man kann aber auch herkömmlich über Skip-Tasten vor und zurück wechseln. Gespult wird mit Hilfe eines kleinen Rädchens, was sich nach links oder rechts drehen lässt, sehr komfortabel !
Die Verarbeitung des Geräts ist äusserst robust und vermittelt die Aussicht auf eine lange Lebensdauer.
Ich konnte erst nach längerer Zeit ein Gefühl für das Ansprechverhalten bezüglich des Jog-Dials beim Pitchbenden entwickeln und bevorzuge bei diesem Gerät die noch zusätzlich vorhandenen Pitchbend Tasten.
Über den Loop muss ich nichts weiter erzählen, er funktionier ganz normal. Der Cue 1 ist automatisch auch der Loop-In Punkt, jetzt muss man nur noch einen Loop-Out Punkt bestimmen. Als Nachteil ist zu nennen, dass der Player keinen Loop-Out Adjust wie z.B. die Pioneer Geräte besitzt, aber das kann man bei dem Preis leicht verkraftet.
Interessant wird es bei den zusätzlichen Hot Starts (CUEs). Die kann man nämlich auf zwei Arten programmieren !
„on the fly“ (während des Abspielens) und per direkter Playing-Adress-Eingabe, bei dieser Methode gibt man die direkten Cue Punkt Daten (Tracknr. + Minute + Sekunde + Frame) ein. D.h. wenn man z.B. Track 1 Laufen hat und man möchte per Knopfdruck von Track 16 auf der CD eine bestimmte Stelle abspielen und weiß die CUE Position welche man haben möchte, dann kann man diese während der aktuellen Wiedergabe eingeben und später per Knopfdruck ohne Verzögerung abspielen.
Ein weiterer Bonus ist der eingebaute automatische Beatcounter, diese Funktion ist aber sicherlich nur für die Neulinge unter Euch interessant. Auf Wunsch kann man dann per Knopfdruck die Pitcheinstellung auf BMP (Beats pro Minute) umschalten. Ändert man dann den Pitchwert, so bekommt man sofort die Beatänderung angezeigt!
Die Pitchrange des Player kann man zwischen 3 Stufen umschalten (+/- 4, 8 und 16%).
Das Kombinieren der beiden Effekte „Filter“ und „Zoom“ ist leider nicht möglich !
Die Scratchfunktion ist als witziger Bonus zu betrachten. Es klingt etwas digital und lässt sich auf Grund des kleinen und zu leicht gelagerten Jog-Dials nur bedingt nutzen. Führt man einen Backspin durch, so kommt der Player durch das Rückwärtsdrehen nicht mit der Speicherung der Daten nach und stockt daher etwas bei der Wiedergabe. Zur Realitätsentfremdung trägt das sich ewig drehende Jog-Dial den Rest bei.
Gemini spendierte dem Player ebenfalls noch einen Break-Effekt, der das Abbremsen bzw. Anlaufen eines Plattenspielers simuliert. Die Parameter der Start und Stop Zeit sind fest eingestellt und können nicht frei gewählt werden.
Die Verarbeitung und vor allem die Slot-In Technik haben durchweg überzeugt, wobei eine CD-RW Unterstützung auch schön gewesen wäre. Der eingebaute Beatcounter ermittelte in gut 85% der von mir getesteten Lieder den richtigen Wert, was vor allem für Neulinge von Vorteil ist.
Verbesserungswürdig wäre noch, dass die Display-Time-Einstellung gespeichert wird und somit nicht nach dem Anschalten neu eingestellt werden muss, sowie eine Überarbeitung des Scratch-Effektes.


