

Man kann den Pioneer CDJ-1000 nun schon seit gut einem Jahr käuflich erwerben, doch ist er wirklich sein Geld wert ?
Ist das Flagschiff aus dem Hause Pioneer wirklich so innovativ ?
Das im Jog-Dial integrierte Display informiert ständig über Abtastposition des Tracks, verbleibende Tracks, Abspielrichtung, gespeicherte Loop- und Cuepunkte, ob man sich im Vinyl- oder CDJ-Mode befindet und ob man das Jog-Dial im Vinyl-Mode berührt.
Zu guter letzt wird auch noch der Status des Scratchspeichers angezeigt.
Master Tempo:
- zeigt neben dem Aktivierungsknopf an, ob Mastertempo aktiviert ist
Eject Lock:
- leuchtet diese Anzeige ist der CD-Auswurf bei laufendem Track nicht möglich
Tempo Playback:
- zeigt den eingestellten Pitchwert an
Tempo Range:
- hier wird die Pitchrange angezeigt, man kann wählen zwischen +/- 6,10,16 und 24%
Track Display:
- zeigt die Anzahl der Tracks auf einer CD an, sowie zusätzlich ob sich ein gespeicherter Loop- bzw. Cuepunkt in dem Track befindet
Playback-Adress:
- hier wird der Track durch einen ablaufenden bzw. zunehmenden Balken dargestellt
Memory Loop Indicator:
- zeigt die Loop-Speicherposition über der Playback-Adress an (wenn vorhanden)
Memory Cue Indicator:
- zeigt die Cue-Speicherposition unter der Playback-Adress an (wenn vorhanden)
Wave-Zoom Indikator:
- leuchtet bei aktiviertem Wave-Zoom (siehe: Wave-Display)
Wave-Search:
- hier kann man die Wave-Daten bis zum Ende scrollen bzw. Anfang (siehe: Wave-Display)
CD Text / Wave:
- schaltet zwischen CD-Text und Wave Darstellung um
Betätigt man die Wave-Zoom Taste, so kann man um einen Schritt von der groben in die etwas detailliertere Darstellung zoomen und mit den Wave-Search Tasten durch die Wave-Line scrollen.
So kann man schon während des laufenden Tracks bis ans Ende des Tracks scrollen, um eine genaue Ansicht der Wave zu bekommen.
Manual Cue:
- man kann seinen Cue-Punkt an jeder beliebigen Stelle des Tracks selbst setzen.
Real Time Cue:
- drückt man diese Taste wärend des Abspielens, ist dieser Punkt als Cue-Punkt gespeichert (gleichzeitg auch als Loop-In-Punkt).
Release Start:
- hier wird die Anlaufgeschwindigkeit vom Stillstand bis zur original Abspielgeschwindigkeit eingestellt. Beide Einstellungen lassen sich unabhängig voneinander regeln.
Der Player speichert Cue/Loop Punkte, Hot Cues sowie Wave-Daten (nur bei Verwendung einer MMC!). Intern hat der Speicher des CDJ-1000 Platz für bis zu 100 CDs (10 Cue- bzw. Loop-Punkte, 3 Hot-Cues pro CD).
Hier gilt auch wie beim CDJ-800: am seltensten benutzte CDs werden bei vollem internem Speicher überschrieben.
Ganz anderst sieht der Spaß bei Verwendung einer MMC aus. Hier ist der Player in der Lage bis 10.000 CDs zu speichern (10 Cue- bzw. Loop-Punkte, 3 Hot-Cues pro CD und zusätzlich noch Wave-Daten für jeden Track), dieser Wert gilt für eine 16MB Karte.
Egal ob man eine 32MB oder sogar 64MB Karte verwendet, der Player speichert nur max. die Daten für 10.000 CDs.
Die gepeicherten Cue- bzw. Loop-Punkte werden durch ein Drücken auf die Memory-Call Taste geladen, genauso einfach kann man mit einem Druck auf die Delete Taste den gewünschten Punkt wieder löschen.
Die Verarbeitung ist pioneertypisch einfach unschlagbar und über die Technik muss ich nach diesem Bericht nichts mehr sagen. Noch nie war die Arbeit mit einem CD-Player so einfach wie mit dem Pioneer.
Doch drei kleine Schönheitsfehler besitzt der CDJ-1000 noch:
Der Loop-In-Punkt wird automatisch beim Setzten eines Cue-Punkts gelöscht.
Einen zusätzlichen Audiospeicher für den Cue-Punkt (der CDJ-800 hat ihn).
Befindet man sich im Loop und scratcht, hat es den Anschein, als laufe einem ganz leicht der Scratchpunkt weg (als würde die Übersetzung zwischen Jog-Dial und "Plattenbewegung" nicht stimmen).
Das sind aber nur kleine Schönheitsfehler, welche keineswegs beim Arbeiten mit dem CDJ-1000 stören !


