Pioneer CMX - 3000 tested by DJ RealDiel
CMX 3000 von Pioneer, der neue Twin-CD-Player mit Scratch-Funktion
Mit dem CMX-3000 ist es Pioneer mal wieder gelungen, einen optischen Leckerbissen zu entwerfen, aber dafür ist Pioneer ja bekannt. Zuerst ist einmal festzuhalten, dass Pioneer den Player zusammen mit dem DJM-3000 im Clubeinsatz zu Hause sieht. Doch was hat der Player wirklich zu bieten? Setzt er Standards und löst die doch zum Teil noch vorhandene Denon Ära in den Clubs ab oder gehört er eher zu den Durchschnittsplayern?
An der Ausstattung ist schnell zu erkennen, dass Pioneer hier keine großen Experimente eingeht und die Zuverlässigkeit im Vordergrund steht. Master-Tempo sowie Seamless-
Loop gehören ja schon zur Grundausstattung jedes Pioneer CD-Players. Einzige technische Neuerungen sind der Emergency- Loop, die drei speicherbaren Hot-Cues bzw. Loops sowie der Scratch-Mode.
Pitchrange +/- 6/10/16/100% (WIDE):
Der Pioneer bietet wie fast alle neuen CD-Player eine Pitchrange von bis zu +/- 100%. Wegen der kompakten Bauweise ist der Pitchslider mit 70mm Länge bei den Doppel-CD-Playern Standard, doch dank der umschaltbaren Pitchrange ist auch hier eine gute Kontrolle möglich. In der Pitchrange +/- 6% kann man die Einstellungen in 0.05 Schritten, in den Ranges +/- 10/16% in 0.1 Schritten und in der +/- 100%
Range in 0,5 Schritten durchführen.
Mastertempo:
Mastertempo ermöglicht es, die Geschwindigkeit zu ändern, die Tonlage jedoch beizubehalten. Die Tonlage wird dann bei 0% arretiert. Die Qualität des Mastertempos halte ich für bisher unübertroffen.
Display und 110mm Jog-Dial:
Die Anordnung des Displays ist sicherlich für einige ungewohnt, doch wer den CMX-5000 kennt wird sich sofort zurechtfinden. Im Display befinden sich alle wichtigen Anzeigen; Pitcheinstellung; aktivierte Pitchrange;
BPM-Anzeige des Auto-Beatcounters; das neue vom CDJ-1000 übernommene
WAV-Display, welches auch in der Lage ist CD-Text anzuzeigen; die Tracknummer; die Spielzeit (leider nur Remain/Elapse) sowie die
Playing-Address (ein Balken der dem User zeigt wenn sich das Lied dem Ende nähert).
Das 110mm
Jog-Dial ist um das Display angeordnet und zeichnet sich durch die präzise Bedienung aus. Im Play-Modus dient es dem Pitch-Bend, im Pause-Modus der Framsuche. Die Framesuche kann man auch wahlweise per Search-Taste durchführen. Neu am CMX-3000 sind die oberhalb des Pitchsliders platzierten Pitch-Bend Tasten, die man sich beim CMX-5000 noch sehnlichst wünschte.
CDJ- und Scratch-Mode:
Diese Funktion wurde ebenfalls vom CDJ-1000 übernommen. Hier kann man das
Jog-Dial wahlweise in den CDJ- oder Scratch-Mode versetzen. Im CDJ-Mode dient das Jog-Dial wie erwähnt zum Pitch-Bending, im Scratch-Mode zum
Scratchen. Der Scratch-Mode ist ein lustiges Feature, aber nicht wirklich mit dem des CDJ-1000 zu vergleichen. Zwar hört es sich ebenfalls verdammt realistisch an, doch die Bedienung lässt etwas zu wünschen übrig.
Hot-Cues & Loops + Data Memory:
Ebenfalls neu beim CMX-3000, sind die drei speicherbaren Hot-Cues bzw. Loops. Hier kann man sich seine Cues abspeichern und sie aus dem Pause-Mode des CD-Players sofort starten (ohne Verzögerung). Hat man einen
Loop erstellt und betätigt dann einen der drei Hot-Cues im REC-Mode so wird der Loop abgespeichert.
Im internen Speicher lassen sich diese Cues für bis zu 1000 CD's abspeichern, hierbei speichert der Player die Cues bzw. Loops sofort bei der Aufnahme. Sollte der Speicher voll sein, so löscht er automatisch die am wenigsten benutzten Speicherplätze. Wave-Daten speichert er in unbegrenzter Menge für bis zu 20 Tracks pro CD.
Nachteile:
- Man kann im Loop selber keine weiteren Hot-Cues Speichern, es wird immer der Loop-In gespeichert.
- Man kann jeweils nur drei Hot-Cues pro CD abspeichern, wünschenswert wäre es drei Hot-Cues pro Track speichern zu können.
BPM-Sync & Relay Play:
Der Player ist in der Lage, beide Laufwerke zu synchronisieren, zusätzlich werden die Laufwerke bei aktivierter Relay-Funktion abwechselnd gestartet.
Loop:
Hier setzt man einen "In" und "Out" Punkt eines zu loopenden Abschnittes. Positiv ist die Pioneer bekannte
Loop-Out-Korrektur, die es ermöglicht, während des Loops den Endpunkt zu korrigieren.
Nachteil:
- Setzt man einen neuen Loop, so wird automatisch der Cue-Punkt vom Loop-In-Punkt überschrieben.
Emergency-Loop:
Anhand der
BPM-Zahl erstellt der Player, beim Aktivieren der Emergency-
Loop Funktion, automatisch einen vier Takt Loop.
Multiformat:
Großes Plus des CMX-3000 ist seine Multiformattauglichkeit. Egal ob CD, CDr oder CDrw, er liest einfach alles!!!
Fazit:
Zusammen mit dem DJM-3000, stellt der CMX-3000 sicherlich eine unschlagbare Kombination dar. Doch der CMX-3000 bietet alleine keine außergewöhnlichen Funktionen. Alle Features, die der Pioneer besitzt, funktionieren auch zu 100% und machen keine Probleme. Die absoluten Pluspunkte des CMX sind sicherlich der Emergency-
Loop, das Mastertempo, das große
Jog-Dial, die perfekte CD, CDr und CDrw Kompatibilität sowie die qualitativ hochwertige Verarbeitung. Endlich sind alle Knöpfe gummiüberzogenen!!! Wer einen Player sucht, auf den man sich verlassen muss, der hat mit dem CMX-3000 genau das Richtige gefunden. Und sein wir mal ehrlich; hat man schon jemals einen so schönen Doppel-CD-Player gesehen!?
