Allen & Heath Xone 32 tested by DJ Slex
Allen & Heath Xone 32 Mixer
In dieses Pult habe ich mich beim ersten Anblick schon verliebt. Es kamen aber Fragen auf, wie:
Werde ich mit den Fadern klar kommen ...
Schau mal die Gains an ...
So, und nach mehrfachen Vergewaltigungen will ich Euch das Xone 32 von Allen Heath vorstellen.
Features:
- 3
Stereo Kanäle mit Umschaltung zwischen Line- und
Phono-Eingängen
- DJ Mikrofon-Eingang
- Unabhängige Ausgänge für Hauptmischung, Record, Booth (DJ-Kabine) und Kopfhörer-Monitor
-
Stereo Aux Ausgang für Effekte
- 3 Band +6/-26 asymmetrischer
EQ mit erweitertem
Cut-Bereich
- Austauschbarer VCA
Crossfader mit
Reverse und variabler Kurvenform
- Crossfade-Position ist von TRANSMUTE Schalten für Transform- und Punch-Effekte abhängig
- Analoge “state variable” VCF Filtereffekte mit Reglern für Filtertyp, Frequenz und Resonanz
- Filterfrequenz-Regelung für
LFO mit Finger-Tap Tempowahl
- DRS™ Digital Recall System mit 4 User-programmierbaren
Presets für Filtereffekte
- Modernes
Cue-System mit Interlock und Cue/Mix
Fader für Previews
- Umfangreiche Kanal- und Ausgangs-Pegelmessung
- Übersichtliches Layout der Einstellungs- und Liveperformance-Regler auf drei Flächen
- Hochwertige Doppel-Schienen
Crossfader mit Goldkontakten
- Universelles internes Netzteil, das mit beliebigen Netzspannungen weltweit arbeitet
Anschlussmöglichkeiten:
- Master - 6.3Klinke
- Booth - 6.3Klinke (seperat regelbar)
-
Aux Out - 6.3Klinke
- Record Out -
Cinch
- 3x Line-IN
- 3x
Phono-IN
- 1x Erdungsschraube
Crossfader:
Im Xone 32 wird ein hochwertiger Doppelkontakt-
Fader mit langlebigen Goldkontakten verwendet. Als Option kann auch ein extrem hochwertiger Fader von Penny&Giles eingebaut werden. -> Kostenpunkt ca. 100 Euro
Der Crossfader hat eine Kurveneinstellung und was noch viel geiler ist, er ist abschaltbar, sehr gut für jemanden der nur mit den Linefadern arbeitet.
Linefader:
Die
Linefader sind 60 mm lang und haben in der Führung nur minmalen Spielraum. Vom Gefühl sind diese vergleichbar mit Gemini UMX oder Pioneer Djm 600 Linefadern.
Wenn man sich den Xone von oben anschaut sieht man am Faderweg die Striche: Der Fader öffnet gleichmäßig, ab da wo die Strichle aufhören und der größere Bereich der Striche anfängt, da öffnet der Fader mit voller Power. Dachte am Anfang, na ja kleiner Nachteil, aber nach ner Stunde mixen, hab ich es gemerkt. Die Kurve verleitet dazu, den Fader schön smooth zu bewegen und nicht gleich voll rein. Auch lassen sich mit dieser Kurve coole Sachen anstellen wie z.b. kurz auf leise und dann mal schnell volle Power.
Die Faderkappen sind sehr stabil und man kann super den Finger reinlegen und schön langsam mixen, aber auch HARTE CUTS sind KEIN PROBLEM. Wirklich sehr gut gelöst.
Der Fader von CH1 routet das Signal zur X-Seite des Crossfaders, Kanal CH3 zur Y-Seite des Crossfaders. CH2 geht leider nicht auf den Crossfader legen, der Kanal geht jedoch auch auf die Aux-Sends.
Aux SEND:
Hier wird die Stärke des Kanalsignals im
Stereo-Auxweg eingestellt. Das Signal wird ‘Post-Fade’ (‘nach dem
Fader’) verzweigt, so das der Kanalfader den Pegel zum Auxsend-regler mit bestimmt.
EQ vom Xone 32:
Der 3-Band
EQ (Low/Mid/High) arbeitet sauber im Bereich -26db bis +6db. Die
Potis rasten in Mittelstellung ein und sind für einen guten Griff gummiert. Auch wenn man mal härter anfasst wackelt nichts, man merkt nur einen minimalen Spielraum.
Kanal Leds:
Hier zitiere ich mal die Bedienungsanleitung:
Die Pegelanzeige aus 4 LEDs zeigt immer das Signal eines Kanals vor dem
Fader. Stellen Sie den Pegel-Trimmer so ein, dass normale Musik bei 0
dB liegt, während die lautesten Passagen +5 erreichen.
Falls das rote
Peak LED ständig blinkt, drehen Sie den Eingangspegel mit Trim zurück. Das PEAK LED leuchtet bei +8dB auf, um zu warnen, dass Sie im Bereich von 12
dB von einer Übersteuerung liegen. Eine
Übersteuerung führt zu einem harten verzerrten Sound, der die Lautsprecher beschädigen kann und für den
Zuhörer sehr unangenehm ist. Ein guter DJ wird das vermeiden.
TRANSMUTE Knöpfe:
Hier übernehme ich auch aus dem Manual, da man es nicht anderst formulieren kann:
Der XONE:32 führt diese einmalige Funktion ein, die die bekannten DJ-Effekte ‘Transform’ und ‘Punch’ mit einer Intelligenz verbindet, die eine neue Welt von kreativen Live-Effekten eröffnet.
Die Funktion des Knopfes hängt von der Stellung des Crossfaders ab. TRANSMUTE wird zum Transform
Schalter, wenn der
Crossfader von der gegenüberliegenden Seite wegbewegt wurde. Es arbeitet als
kurzfristiger Mute-Schalter, der das Signal wegschaltet, während der Knopf gedrückt bleibt. TRANSMUTE wird zu einem Punch –Schalter, wenn der Crossfader ganz an der gegenüberliegenden Seite steht und der andere Track gespielt wird. Dann wird das Signal kurz über den anderen Track angeschaltet. So könnte zum Beispiel ein Track auf CH1 laufen, drückt man nun den X TRANSMUT-Knopf wird dieser Track stummgeschaltet, während ein Druck auf den Y TRANSMUTE Knopf den Track von CH3 über den Track von CH1 stellt.
Filter speichern:
Man hat vier Plätze frei um sich Filtereinstellungen zu speichern.
Man stellt alles schön ein und drückt dann einfach für ca. 2 Sekunden eine der vier Tasten, schon sind die Einstellungen gespeichert. Die Speicherplätze werden auch beim Ausschalten erhalten.
Gespeichert wird:
- CH1-3 FILTER ON Schalter – für welche Kanäle VCF an ist.
- VCF Type – die aktive Kombination der Filter HPF, BPF und LPF.
- LFO ON Schalter – ob VCFmanuell kontrolliert oder durch den LFO moduliert wird.
- LFO x2 Schalter – ob das Tempo des LFO die einfache oder doppelte momentane Geschwindigkeit ist.
VCF Control Regler:
Der Regler ist sehr leichtgängig (genau wie
Linefader) und er liegt wie die Linefader gut in der Hand. Er ist jedoch der einzige
Fader der wirklich ein bisschen Spielraum hat, aber das merkt man auch nicht wirklich.
Ist der LFO aus, kann man mit den Regler manuell die Cutoff- oder Mittelfrequenz des Filters von sehr
niedrigen 100Hz bis zu ultra-hohen 20kHz verändern. Wenn der LFO angeschaltet ist, kontrolliert der
VCF-Regler die Stärke der LFO-Wirkung auf die Frequenz des Filters.
Master LEDs:
Ich zitiere mal wieder, ist nämlich ganz interessant:
Dieses Paar von LED-Ketten zeigt den Pegel am MAIN MIX Ausgang. Jedes der Anzeigesinstrumente hat 12 LEDs, um Pegel ab niedrigen –20dB zu zeigen. Grüne und gelbe LEDs zeigen normale Betriebspegel, während die obere rote
Peak-LED bei +8dB leuchtet, um Sie zu warnen, das Sie nur noch 12
dB von einer Übersteuerung entfernt sind. Die Anzeigen haben Spitzenwert-Charakteristik mit schneller Ansprechszeit und können so auch schnelle Spitzen exakt anzeigen. Die oberen fünf LEDs sind ‘Peak Hold’, was bedeutet, daß die höchste von ihnen noch für eine kurze Zeit anbleibt, nachdem das Signal schon weg ist. So ist es einfacher, die höchsten Spitzenwerte und Pegel zu erkennen. Die Anzeigen dürfen nicht mehr als manchmal kurz aufflackern. Sonst kann es zu starken Verzerrungen kommen, die zu Schäden an Geräten führen können.
Cue/Mix Regler:
An diese Funktion dürfte schon jeder gewöhnt sein, da in den meisten Mixern bereits verbaut. Weitere Funktionen die sicherlich auch nicht erklärt werden müssen sind:
- Crossfade
Reverse (Hamster)
-
Crossfader Kurve
-
MIC Eingang (XLR)
-
Crossfader Off Schalter
Kopfhörerbuchse:
Wieder ein Tip aus dem A&H Manual:
Es gibt viele Bauarten, Impedanzen und Lautstärke-Charakteristiken von Kopfhörern. Für die besten Ergebnisse empfehlen wir für ihr System den Einsatz hochwertiger geschlossener Kopfhörer mit einer Impedanz von ungefähr 70 Ohm, obwohl alle Modelle zwischen 30 und 600 Ohm verwendbar sind. Kopfhörer mit 8 Ohm sind nicht empfehlenswert. Vermeiden Sie die Verwendung von ‘Miniklinken auf Standard-Klinken’-Adaptern, da diese schnell unzuverlässig werden.
GAINS am XONE 32:
Und jetzt das Thema überhaupt, überall reden sie drüber:
Die Gains sind kein Problem, wirklich und ihr wisst ich beurteile jeden
Mixer ehrlich !
Im djmagazine steht, nach kurzer Eingewöhnungszeit geht das mit den Gains klar, ich sage es so:
Nach 2 Minuten hat man den Dreh raus, in die Richtung lauter in die leiser. Auch berüht man keine Kabel oder so, es ist einfach kein Problem.
Ich gebe zu, für den Einbau ist es sicher nicht geeignet, aber eine Lösung würde es sicher geben, wenn man das Pult so wie ich leicht nach oben stellt, sodas man an die Gains noch ran kommt.
FILTER HighPass, BandPass und LowPass:
Die Filter können einen Track richtig interessant machen, habe ich aber auch schon beim Korg Kaoss Pad II gemerkt. Der Vorteil beim Xone ist halt, alles schön im
Mixer. Wie beim Pioneer DJM und das schätze ich an einem Pult: schön kompakt muss es sein.
Die Bedienung ist zwar kinderleicht, aber auch hier gilt: Üben, üben üben. Man muss wirklich wissen wie setze ich die Filter ein und vor allem wann.
Ich habe mir mal die Arbeit gemacht und die Filter aufgenommen:
Robbie Rivera mit Funk a tron
Der Track ohne Einsatz von FILTER: Normal
Der Track mit LOW PASS FILTER: LowPass
Der Track mit BAND PASS FILTER: BandPass
Der Track mit HIGH PASS FILTER: HighPass
PLUS und MINUS:
+ Sehr leichte
Fader (in etwa so wie Umx, Djm 600)
+ Super Verarbeitung (Gehäuse, Buchsen usw.)
+
Potis sind gummiert und sind richtig gut zum Anfassen.
+
Crossfader lässt sich abschalten, für mich als Houser perfekt.
+ VCA
Crossfader super leichtgängig und mit Crossfaderkurve.
+ Filter klingen sehr gut.
+ Sehr sauberes
EQ Verhalten, trennt nur das was er soll.
+ Genaue Led´s pro Kanal, obwohl es nur vier LEDs sind.
+ Der
Crossfader kann durch einen Penny and Giles
Fader ersetzt werden.
+ Sehr gutes Handling, schnelle Eingewöhnung.
- Linefader können nicht gegen Penny and Giles Fader ausgetauscht werden.
Fazit:
Das Pult gefällt mir optisch und vom Handling her sehr gut, die
Fader sind echt der Hammer.
Die Verarbeitung ist einfach gut, keine wackligen
Fader oder
Potis. Der Preis von derzeit ca. 750,- € ist meiner Meinung nach vollkommen gerechtfertigt.
Auch erklären Sich die Funktionen vom Xone fast wie von alleine, alles geht einfach und ist schnell zu bedienen.
