Allen & Heath Xone 42 tested by Dr. Zoldberg
Allen & Heath Xone 42 Mixer
Als Erstes ein Lob an DJ-Technik! Unkomplizierte Bearbeitung, prompter Lieferservice und jederzeit ein offenes Ohr für technische Fragen, so stellt man sich den Hardware-Dealer seines Vertrauens vor.
Doch nun zum eigentlichen Test des ALLEN & HEATH Xone:42 Mixers.
Bereits beim Öffnen der Verpackung des neuen Xone:42 konnte ich mir ein breites Grinsen nicht verkneifen. Edles Gerät in entsprechender Verpackung, vom Design her sofort der Xone-Serie zuzuschreiben. Mit dem Xone:42 bringt A&H erstmals einen
Mixer auf den Markt, der auch direkt per
USB mit einem PC kompatibel ist. Doch hierzu später mehr.
Features:
1x Mix-Out (XLR)
1x Booth-Out (Chinch)
1x Rec-Out (Chinch)
1x Effect-Send/Return (
Stereo-Chinch)
4x Audio-In (2x
Phono/Line, 2x Line/Line)
1x
USB-Audio (
Stereo In/Out Chinch)
1x
USB 1.1 (
Stereo In/Out)
1x
MIC (XLR)
2x Headphone (
Klinke groß/klein) – nicht getrennt, gleiches Signal
Verarbeitung:
Zum Thema Klangqualität kann ich nur eines sagen:
WAAAAAHNSINN
Als Referenz habe ich bisher den Pioneer DJM-500 zu Hause (mit dem ich auch sehr zufrieden bin), aber zwischen diesen beiden Mixern liegen Welten. Absolut sauberer Klang, satte Bässe, klare Höhen, so muss ein
Mixer klingen!
Auch die Verarbeitung sämtlicher Poties,
Fader und Köpfe ist sehr hochwertig und gibt keinen Grund zur Beanstandung. Lobenswert finde ich auch, dass A&H ein paar Ersatz-Knöpfe mitliefert.
Fader-Sektion:
Wie bei hochwertigen Mixern üblich, lässt sich die X-
Fader-Kurve stufenlos einstellen. Sämtliche Line-Fader lassen sich frei auf den
Crossfader zuweisen, dieser kann aber auch komplett stillgelegt werden.
Effekt-Sektion:
Bereits bekannt und berüchtigt ist die Filter-Sektion aller Xone-Pulte. Wie eh und je verzichtet A&H auf ein eingebautes Effektgerät und stellt nur den Filter zur Verfügung. Alle weiteren Effekte können über den Send/Return angeklemmt werden (Kaoss-Pad, o.Ä.).
Der Filter kann pro Kanal einzeln zugeschaltet, jedoch nur global für alle aktivierten Kanäle gesteuert werden. Es kann zwischen High-, Mid- und Low-Filter gewählt werden. Zusätzlich ist per Dry/Wet Einstellung die Intensität des Filters zu steuern.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass die Sounds des externen Effekt-Gerätes per Knopfdruck noch durch die Filter des Xone:42 nachbearbeitet werden können, statt nur direkt auf den Main-Out geleitet zu werden. Gerade bei härteren, treibenden Sets lässt sich hierdurch die Feiermeute nochmals ordentlich antreiben, da man der Musik wirklich noch völlig neue Facetten zufügen kann. Der Fantasie sind hier fast keine Grenzen gesetzt.
USB-Support:
Die innovativste Neuerung am Allen & Heath Xone:42 ist auf jeden Fall der
USB-Anschluss. Über USB ist sowohl das direkte Aufnehmen der Musik am PC möglich (kein Klangverlust durch analoge Kabel), als auch das Einbringen einer digitalen Quelle, die dann ebenfalls mit den Filtern der Xone bearbeitet und vom
Mixer wiedergegeben werden kann.
Dadurch lassen sich Programme wie Ableton o.Ä. ohne Umwege perfekt einbinden. Für Live-Acts oder Fans des digitalen Auflegens sicher ein sehr interessanter Punkt bei der Kaufentscheidung.
Fazit:
Wer auf exzellente Klangeigenschaften Wert legt und sich mehr im digitalen als analogen Mixing-Bereich bewegt, kann hier bedenkenlos zugreifen.
Wer einen Studio-
Mixer sucht, der auch gute Dienste als DJ-Mixer leistet, sollte noch ein wenig mehr sparen und sich den Xone:62 leisten.
In Sachen Preis/Leistung kommt man aber mit dem Allen & Heath Xone:42 auf jeden Fall auf seine Kosten.
