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Ecler EVO 5 tested by Chris Stone
Ecler EVO 5 tested by Chris Stone






Ecler EVO 5 Mixer

 
Ein Mischpult, das uns in eine neue Ära schießt.
 
Totale EFX Kontrolle, 12 Kanal Soundkarte, updatefähig, Passwortgeschützt. Digitale Fadereinstellungen kombiniert mit totaler MIDI Funktionalität machen den Ecler EVO 5 zu einem richtigen Monster.
 
Sauber verpackt, ein Firewirekabel mit dürftigem Manual garniert, so habe ich das Gerät in Empfang genommen.
 
Features:
 
- 4-Kanal Digitalmixer mit MIDI-Controller und Soundkarte
- überragender Klang dank 24 Bit/96 kHz digitaler Signalverarbeitung
- kann als hochwertige 12-Kanal-Firewire-Soundkarte genutzt werden
- volle MIDI-Fähigkeit: Alle Kontrollelemente sind frei belegbar und editierbar
- automatischer und manueller Beatcounter mit MIDI-Clock-Funktion
- frei zuweisbare 32Bit DSP-Effekteinheit
- Synchronisation der Effekte per Beatcounter oder Pattern
- Effekte können über Firewire editiert und importiert werden
- hochauflösendes 3,5-TFT-Farbdisplay für alle Funktionen
- frei zuweisbarer VCA-Crossfader mit einstellbarer Curve
- VCA-Linefader mit einstellbaren Curves für alle Kanäle
- 3-Band-Equalizer pro Kanal mit einstellbarer Charakteristik und Kill-Funktion
- integrierter Limiter für beide Master-Ausgänge, voll editierbar, passwortgeschützt
- Firmware per Firewire updatefähig
- Mixer per Firewire konfigurierbar
- symmetrische (XLR) sowie asymmetrische (Cinch) Ausgänge
- und noch viel viel mehr ...
 
Verarbeitung:
 
Die Klangqualität des Geräts ist sehr zufriedenstellend, ein 24bit 96khz Wandler ist dafür verantwortlich. Die Potis greifen wie Butter, alle anderen Knöpfe und Kippschalter machen auch einen soliden, von Ecler gewohnten, Eindruck.
 
Fader-Sektion:
 
Sehr gute Führung und sehr griffig. Mit 2 kleinen Potis die rechts neben dem X-Fader zu sehen sind, kann man die Flankensteilheit der Linefader und des X-Faders einstellen.
 
Setting-Funktion:
 
Wo bei einem herkömmlichen Mischpult die Settings physisch abgreifbar sind, haben wir hier ein digitales softwaregesteuertes Menü mit noblem 3,5 TFT-Panel, welches uns durch die dazugehörigen Potis verschiedenste Möglichkeiten suggeriert.
 
EQ-Funktionen:
 
- Bypass für jeden Kanal.
- Inputs 1-4: Dort kann man ein Frequenzband im Display einsehen, welches die Potis global je nach Einstellung anders greifen läßt. Einstellungen von Gain, Q-Faktor (die Güte) und Frequenz lassen sich vornehmen.
- Micro: Hier findet sich wieder ein Frequenzband was uns das Mikro etwas verbessern läßt, ebenfalls mit Gain, Q und Frequenz zur Manipulierung.
 
Talkover-Funktion:
 
- Release Time: Hier lassen sich verschiedene Millisekunden von 500-3000 einstellen, damit das Talkover schneller oder langsamer runterzieht.
- Attentuation ist die Möglichkeit die Amplitude in der Intensität abzuschwächen, quasi Sie leiser zu machen. Werte von -30db bis -6db sind wählbar.
 
Micro EFX:
 
- Mode: schaltet die folgenden Möglichkeiten ein oder aus
- NoiseGate-Th: eigentlich eine Rauschunterdrückung, welche man im Schwellwert (Threshold) regulieren kann. Werte von -80db bis 0db sind wählbar
 
Wie Ihr seht, es gibt sehr viel Neuland zu erkunden. Ich spreche die anderen Funktionen nur Stichpunktartig an und erkläre sie im Video-Test genauer. Neben dem Menüpunkt Input gibt es noch Outputs, dort findet man einen Limiter, Sensitivty und das Rec-Signal. Es folgt der Punkt Shape, wo die Faderkurven eingestellt werden können. Außerhalb des Menüs bieten aber noch 2 extra dafür angelegte Potis schnellen Eingriff in das Setup. Das BPM-Signal erhät auch ein extra Menüpunkt, gefolgt von MIDI, Firewire und Advanced Modus. Es darf noch anzumerken sein, dass der Advanced Modus wieder sieben UnterMenüs hat, die wieder Untermenüs mit den Einstellungen offenbaren.
 
Es ist nicht alltäglich, dass ein Mischpult seinem DJ solche edlen Einstellungen bietet, beim Ecler EVO 5 ist das Ehrensache und genau das macht diesen Mixer äußerst attraktiv.
 
MIDI-Fuktion:
 
Da dieses Mischpult zeitgleich einen total programmierbarern Controller darstellt, ist es auch in jeder Hinsicht eine Möglichkeit fernab von Mauzeigerfahrten sein Live-SET oder seine DJ-Software komplett über dieses Gerät zu steuern.
 
Durch die große Anzahl von 64 Layer ist diese MIDI-Quelle fast unerschöpflich und bietet eine Menge an Spielraum, sich sein persönliches Setup zu generieren. Presets für Ableton Live und Traktor 3 sind vorgegeben.
 
Firewire-Support:
 
Der Mischer verfügt über 2 Firewire Schnittstellen, damit lassen sich jeweils 6 Kanäle digital schalten, also bringt der Ecler Evo 5 gleich eine hochwertige 12 Kanal Soundkarte mit. Die MIDI-Signale werden auch über die Firewire Schnittstelle verwaltet und die EFX können auf dem Rechner editiert und hinterher geladen werden. Es besteht auch die Möglichkeit die Firmware des Ecler EVO 5 upzudaten.
 
Effekt-Sektion:
 
Da könnte man jetzt richtig viel zu schreiben, wir halten uns aber kurz.
 
Zuerst muss man erstmal die EFX anwählen, da habe ich auch erstmal nicht schlecht geschaut wie das geht. Das komplette Manual gibt es auf der Ecler Homepage und man sollte es sich auf jeden Fall downloaden.
 
Oberhalb des TFTs gibt es 3 Knöpfe dort steht: Settings, MIDI, EFX
 
Also auf EFX gedrückt, den Knopf gehalten und nur noch den 3ten Poti von rechts gedrückt, schon ist man im EFX-Scrolldown-Menu des Mischers, wo eine Menge EFX zur Auswahl stehen.
 
EFX wie Flanger, Filter, Phaser, Reverb, Vocoder etc., es sind 64 Effekt-Speicherplätze zur Programmierung freigegeben, wovon 48 Presets sind, welche eine gute Anregung geben sich selbst welche zu programmieren, denn auch das bietet dieser Mixer. Einfach mit dem PC/MAC verbinden und losgefrickelt.
 
Es gibt 4 Hauptpotis direkt unterhalb des TFTs, allesamt endlos drehfähig und drückbar. Darunter nocheinmal 2 Potis mit den selben Funktionen, die zusätzlich u.a. als TAP und Restart des EFX dienen. Ein Launchknopf, sowie ein weiterer Fader der zwischen Dry/Wet entscheidet, geben dann die Ansage für das Hörvergnügen der Effekte.
 
Natürlich kann jeder EFX auf jeden Kanal gelegt werden, dazu dienen Knöpfe und kleinere Potis, die an jedem Channelstrip zwischen EQ-Poti und Fader liegen.
 
Fazit:

Dieses Mischpult ist in vielen Richtungen totale Innovation, leider ist es dadurch für Anfänger eher nicht zu empfehlen, da man doch schon sehr filigran mit diversen Werten umgehen muss, damit z.B die EFX-Sektion nicht übersteuert.
 
Der Ecler EVO 5 ist ein DJ Mischpult mit dem Hang, ihn über Firewire oder MIDI IN/OUT mal so richtig auszuquetschen, um damit sein eigentliches Potential zu zeigen. Durch die Software kann man EQ'S einstellen und hat auch sonst fast unendlich viele Gimmicks, die einem das Herz höher schlagen lassen.
 
Für alle, die zwischen der Wahl diverser Mischpulte mit vielen MIDI-Funktionen stehen, ist dieser Mixer sicherlich eine sehr sehr gute Alternative gegenüber einem Allen&Heath Xone-3D oder einem Korg Zero8.
 

 

 




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