Pioneer Logo DJ-Technik Logo



Numark DXM 06 tested by Dr.Zoldberg
Numark DXM 06 tested by Dr.Zoldberg





Numark DXM-06 24-Bit Digital Mixer

Unser heutiges Schmuckstück ist der NUMARK DXM06, ein weiteres Baby aus Numarks DXM-Reihe. Der DXM06 ist ein digitaler Mixer auf 24bit-Technologie basierend, der jedoch außer der ausführlichen Effekt-Einheit auf Schnickschnack verzichtet.

 
Um eines klarzustellen:
Der DXM06 stellt keinen Anspruch, ein Clubmixer zu sein. Aber für den hammerharten Heimgebrauch ist er, auch dank des günstigen Preises, die absolut richtige Wahl!

Installation & Anschlüsse:

Input:
- 2x Line-Fader-Kanäle (schaltbar zwischen Line & Phono)
- 1x MIC-Kanal (ebenfalls umschaltbar auf Line, um eine weitere Musikquelle anzuschließen)
 
Output:
- 1x Master Out (Chinch)
- 1x Record Out (Chinch)
- 1x Balanced Out (Klinke)
- 1x Headphone (Klinke)
Die Oberfläche:

Der DXM ist qualitativ absolut hochwertig verarbeitet!
Die Potis sind zwar nicht gummiert, bieten aber dank ihrer Riffelung auch in schweißtreibenden Mix-Situationen absolute Kontrolle. Die Fader gleiten auch nach längerer Benutzung noch butterweich dahin und sind weder klobig noch zu klein. Es wurde genau das richtige Verhältnis gefunden. Auch nach längerer intensiver Benutzung war bei meinem Modell von kratzenden Fadern nichts zu hören.
 
Bedingt durch die oben mittig angeordnete Effekt-Sektion sind die EQ-Potis horizontal aufgebaut. Dies ist für User anderer Mixer zwar anfangs gewöhnungsbedürftig, bereitet aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit keinerlei Probleme.
 
Die beiden Line-Kanäle können dank Kill-Knöpfen in allen Frequenzbereichen komplett stumm geschaltet werden, der MIC/Line-Kanal wird nur über 3 Potis kontrolliert (Hi/Low/Gain).
 
Der Crossfader ist reversibel (umgekehrt) schaltbar, was insbesondere für HipHop-DJs und Turntable-Künstler sehr interessant sein dürfte. Die Crossfaderkurve ist stufenlos einstellbar, von hart gecutteten Übergängen bis zu einem absolut flüssigen Übergleiten der Musik. Je nachdem, welchen Style man spielt, wird immer die richtige Einstellung gefunden. So wie man es beim heutigen Mixer-Standard gewohnt ist.
 
Die Headphone-Sektion bietet die Möglichkeit, den Master-Kanal vorzuhören, die Effekt-Sektion oder die einzelnen Channels. Über einen Mini-Crossfader kann der Übergang im Kopfhörer vorgehört werden, was natürlich entschieden „echter“ rüberkommt, als nur die einzelnen Kanäle zu schalten.
 
Zwischen den beiden Line-Fadern wird mittels LED-Leisten die Lautstärke der beiden Line-Channels sowie der Ausschlag des Kopfhörer-Kanals angezeigt, was zum Angleichen der Lautstärke absolut ausreicht.
 
Klangqualität:

Der DXM bietet einen absolut sauberen Klang, ist aber natürlich, da digital aufgebaut, vom Klang her nicht so „weich“ wie ein analoger Mixer.
Die Line-Fader sind am optimalen Lautstärkegrad markiert, was ich bisher nur von A&H-Mixern kannte.
 
Für die, die es nicht wussten:
Das beste Klangergebnis bietet ein Mixer nicht bei voller Lautstärke, sondern in einem Bereich um ca. 80%.
 
Denn Merke:
Nicht die Lautstärke macht den Klang!
 
Die Effekt-Sektion:

Übersichtlich aufgebaut, und aufgrund der Zusammenarbeit mit dem Effektspezialisten ALESIS absolut hochwertig, sowohl in Qualität als auch im Umfang der gebotenen Effekte.
 
Es stehen insgesamt zwölf Effekte zur Auswahl, sechs für den „Musik-Input“, sechs speziell auf das MIC, also Sprache, abgestimmte. Es kann immer nur ein Effekt ausgewählt werden, eine Kombination ist nicht möglich. Dieser kann jeweils auf das Mastersignal oder auf einen einzelnen Kanal gelegt werden.
 
Music-Effects:
- 2xCopy (einfaches verdoppeln der Signals)
- Tape Echo (aufwändiger Echoeffekt)
- Echo (einfacher Echoeffekt)
- Flanger (wer kennt ihn nicht *g*)
- Phaser (Flanger mit WahWah-Effekt)
- Filter (Tiefenpaß-Frequenzfilter – bekannt vom X:One)
 
MIC-Effects:
- Vocoder (Roboter-Stimme)
- Tape Echo (siehe oben)
- Echo (siehe oben)
- Reverb 1 (Halleffekt)
- Reverb 2 (umgekehrter Halleffekt)
- Limiter & Distortion (völlige Verzerrung des Signals)
 
Da es sehr schwer ist, die Effekte schriftlich ausführlich zu erklären, empfehle ich allen, die sie nicht ohnehin schon kennen, mal beim DJ-Laden um die Ecke „eine kleine Proberunde zu drehen“. Was ich auf jeden Fall guten Gewissens sagen kann, ist, dass sich diese Effektsektion definitiv nicht hinter den teuren Versionen verstecken muss.
 
Nach der Auswahl des Effekts wird dieser über drei grundlegende Elemente gesteuert. Mit dem Rate-Poti verändert man die Wiederholungsrate des Effekts (wie ja der Name schon sagt *g*), mit dem Mix-Fader wird die Lautstärke im Verhältnis zum Ausgangssignal gewählt und mit dem Tap-Button kann man die Geschwindigkeit manuell anpassen. Hier ein genereller Tipp von mir: Übertreibt es nicht mit den Effekten! Es mag euch ja einen Höllenspaß machen, die Sounds in sämtliche Richtungen zu transformieren und zu zerstückeln, aber ihr werdet sehr bald merken, dass die Crowd nicht halb so viel Spaß an euren Spielereien hat wie ihr selbst! Das Geschick hierbei liegt darin, die richtige Mischung zu finden und dass am Ende, wenn man die Effekte richtig beherrscht, die Leute nicht mal mehr merken, was verändert, und was der Originalsound ist.
 
Meiner Meinung nach hat hier Numark genau die richtige Mischung von Dreh- und Schiebebewegung gefunden. Es fällt auch Anfängern leicht, hier beeindruckende Sounds zu generieren, während dem fortgeschrittenen Benutzer keine Grenzen gesetzt werden.
 
Fazit:

Wer auf der Suche nach einem günstigen Mixer mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis ist, wer keine Features wie USB-Ausgänge oder ähnliches braucht, ist hier richtig gelandet. Super Klang, solide Verarbeitung und ein absolut ausreichendes Effekt-Repertoire – was will der DJ mit kleinem Geldbeutel mehr!

 


 

 



© Copyright by DJ-Corner 2011. All rights reserved.
 
13.5418469906