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Pioneer DJM 800 tested by DJ RealDiel
Pioneer DJM 800 tested by DJ RealDiel





Pioneer DJM 800 Mixer

Heute widmen wir uns mal dem derzeitigen Flagschiff von Pioneer, dem DJM-800 Club Mixer. Nachdem ja vor kurzem der Pioneer DJM-700 vorgestellt wurde, fragen sich sicherlich einige, welches der beiden Geräte denn das passendere für einen selbst ist.

 

Ausstattung und Verarbeitung:

- 2 Master-Out (XLR und Cinch)
- 1 Booth Out
- 1 Rec Out
- Send und Return (für externe Effektgeräte)
- 4 Faderstart-Buchsen (für alle Pioneer CD-Player)
- 2 MIC In
- 4 Kanäle (umschaltbar) LINE / Phono / DIGITAL
- 1 Digital-Out
- 1 MIDI Out
Wie auch beim DJM-700 Mixer sind die EQ-Potis gummiert, die Potis der Effekteinheit sind hingegen reines Plastik. Ansonsten ist die Verarbeitung wie immer bei Pioneer Geräten Top. Alle Fader lassen sich ohne Wackeln oder Wippen bewegen und die Potis haben einen sehr schönen Einrastpunkt.

 

Line und Crossfader:

Hier findet man sich sehr schnell, wie bei Pioneer üblich, zurecht. Für die Kanalfader gibt es zwei wählbare Faderkurven, zum einen eine steil ansteigende und zum anderen eine lineare Kurve. Bei der Auswahl der Crossfaderkurve kann man auf drei Einstellungen zurückgreifen. Linear, eine Cut-Artige und eine die in etwa zwischen den beiden Einstellungen liegt. Unter jedem Kanalfader befindet sich ein Wahlschalter für die Crossfaderzuordnung. Hier kann man das Signal entweder auf die linke oder rechte Seite des Crossfaders legen oder eine Crossfaderzuordnung ganz ausschließen.

 

Digital Sampling:

Das Gerät verfügt über einen 24-Bit A/D-Wandler mit einer Abtastfrequenz von 96 kHz. Die analogen Eingangssignale werden direkt in Digitalsignale umgewandelt und so an den 32-Bit DSP (Digtaler Signal Prozessor) weitergeleitet. So wird eine bestmögliche verlustfreie Klangqualität gewährleistet.

 

Sound-Color-Effekte:

Neu beim Pioneer DJM-800 sind die Sound-Color-Effekte, Harmonic, Sweep, Crush und Filter. Hierzu ist ein Drehpoti über jedem Linefader angebracht, der zur Einstellung der Effektparameter (HI / Low) dient. Links neben den Drehpotis befinden sich vier Tasten, durch die der jeweilige Effekt aktiviert wird, leider kann man hier immer nur einen Effekt aktivieren.
 
Harmonic = Tönhöhe um +/- 6 Halbtöne ändern
Sweep = Einstellung der Filter-Grenzfrequenzen
Crush = verzerrt das Tonsignal
Filter = Tief- und Hochpassfilter

 

Effekteinheit:

Auch der Pioneer DJM-800 verfügt über eine Beat-Effekteinheit. Dies bedeutet, dass die Effekte mit dem BPM-Wert verknüpft werden können. Dem DJ stehen zahlreiche Effekte wie Delay, Echo, Reverse Delay, Pan, Trans, Filter, Flanger, Phaser, Rewerb, Robot, Chorus, Roll und Revers Roll zur Verfügung.
 
Der Beat wird entweder mit Hilfe des eingebauten Beatcounters oder manuel ermittelt, auf dem eingebauten Display wird einem dann der ermittelte Beat angezeigt. Durch das Betätigen zweier Beatwahltasten kann man nun den ermittelten Beat verdoppeln oder halbieren.
 
Wie schon bei Pioneer üblich gibt es einen LEVEL / DEPTH Regler der die Lautstärke des Effektes steuert.

 

Digitalausgang:

Der Mixer verfügt über einen Digital-Out mit folgenden Abtastfrequenzen. 96 kHz/24-Bit und 48 kHz/24-Bit

 

MIDI Out:

Es können alle Informationen über die Einstellung aller Regler und Schalter im MIDI-Signalformat ausgegeben werden. So können externe Geräte, welche diese Funktionen unterstützen über MIDI gesteuert werden.

 

Sonstiges:

- Fader-Start-Funktion pro Kanal
- 3-Band-Equalizer pro Kanal
- Crossfader Zuordnung pro Kanal
- Talk-Over-Funktion

 

Fazit:

Der Pioneer DJM-800 ist und bleibt erstmal der Club Mixer aus dem Hause Pioneer. Viele stehen nun vor der schwierigen Entscheidung ob Pioneer DJM-700 oder doch lieber Pioneer DJM-800. Dafür gibt es leider keine Musterantwort, denn beide Geräte sprechen die gleiche Zielgruppe an, decken aber wiederum teilweise unterschiedliche DJ-Wünsche ab.

 
Wer sich dem CD-DJing zugewandt hat und bei den CD-Playern auf Pioneer Produkte zurückgreift, sowie auf den megafetten Effektfrequenz-Filter des Pioneer DJM-700 verzichten kann, profitiert sicherlich von den vier digitalen Eingängen und den paar mehr Effekten.

 
Für Turntable DJs dürfte die Entscheidung schon schwieriger ausfallen, da zwischen Effektfrequenz-Filter beim Pioneer DJM-700 und den Sound-Color-Effekten des Pioneer DJM-800 abgewägt werden muss.

 
Die Sound-Color-Effekte sind ein netter Bonus vom Pioneer DJM-800, aber vermissen würde ich sie jetzt ehrlich gesagt nicht unbedingt.

 
Von der Verarbeitung her geben sich die beiden Geräte nichts und sind absolut gleichwertig. Wie so oft am Ende eines Testberichtes rate ich mal wieder allen potentiellen Käufern: Wenn Ihr die Möglichkeit habt, testet einfach mal beide Geräte an und vergleicht selbst. Es ist eine reine Geschmackssache, welches Gerät einem mehr zusagt, denn der Faktor Geld kann bei dem niedrigen Preisunterschied der beiden Geräte nicht der ausschlaggebende Punkt sein.

 






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