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Pioneer DMP - 555 tested by DJ RealDiel
Pioneer DMP - 555 tested by DJ RealDiel





Pioneer DMP-555 der Digitale Multimedia Player

Und schon wieder hat Pioneer einen großen Schritt in Richtung Zukunft gemacht, jeder Pioneer Fan wird sich sofort mit dem Gerät anfreunden. Er bietet die für Pioneer typische Bedienung und die Verarbeitung stimmt auch wie immer. Der Player verfügt über eine Pitchrange von +/- 16% für CD und SD-Karte, natürlich incl. Mastertempofunktion.
Selbstverständlich darf bei diesem Preis ein Seamless Loop nicht fehlen, zusätzlich hat Pioneer dem DMP-555 noch einen One-Track-Loop-Set Knopf verpasst. Aktiviert man diese Funktion, so erstellt der Player automatisch einen Loop-In-Punkt am Anfang des gewählten Tracks und einen Loop-Out-Punkt am Ende des Tracks. Es ist also quasi eine Track-Repeatfunktion nur ohne Zeitverzögerung, diese Funktion wird für die SD-Karte benötigt.
Spielt man einen Track von der SD-Karte über die extra Bedienelemente ab, so wird er automatisch nach Trackende geloopt, steuert man jedoch die SD-Karte über die Hauptbedieneinheit, so erreicht man diesen Loop durch die Betätigung der One-Track-Loop-Set Taste.

Auch eine Scratch Funktion wurde in den Player implementiert, wobei diese eher durch das kleine Jog Wheel als Effekt und Spielerrei zu verstehen ist.

 

Das MP3 Format hält Einzug in die Clubs:

Was ist nun so besonders am DMP-555 ?
Da wäre zum Einen, dass der DMP-555 in der Lage ist MP3 CDs abzuspielen, daher passen auf eine CD locker 120 Tracks. Die Soundqualität übertrifft dabei den herkömmlichen Klang von CDs, die Basswiedergabe bei MP3 erreicht fast Vinylniveau.
Die persönlichen Lieblingstracks kann man ruhig in unterschiedliche Ordner brennen, per Folder-Search-Taste kann man diese dann bequem anwählen, wobei die Ordnernamen immer komfortabel im Display erscheinen. Natürlich unterstütz der Player auch das Auslesen der MP3 Tags (dort wird die Information wie z. B. Interpret, Titel und BPM gespeichert, zu der BPM-Angabe später mehr). Sind die MP3-Tags jedoch nicht vorhanden, so greift der Player auf den Dateinamen zurück.
Die BMP kann man vom Gerät ermitteln lassen und auf die SD speichern, hier ist anzumerken, dass der Beatcounter jetzt auf eine Stelle hinterm Komma misst.

 

Die SD-Karte:

Absolute Weltneuheit ist die zusätzliche Verwendung einer SD-Karte, auf welche zusätzliche MP3s gespeichert werden können. Die MP3s auf der SD-Karte können dann simultan (gleichzeitig) zur CD abgespielt werden. Für diese Funktion verfügt der DMP-555 über zwei separate Lineausgänge (CD Playout & SD Playout), die es ermöglichen beide Signale einzeln in das Mischpult zu geben.
Wer aber z. B. keinen zweiten Lineeingang am Mischpult frei hat, kann auf die MIXOUT-Funktion zurückgreifen. Ist diese Funktion aktiviert, so wird das SD-Signal in das CD-Playeroutsignal gemixt, der User kann dabei den Lautstärkenpegel frei per CARD TRIM-Regler bestimmen.

Der DMP-555 ermöglicht es, die Hauptbedieneinheit zwischen CD und SD zu wechseln, d.h. man steuert den CD Player entweder wie normal oder man wechselt zur SD-Karte. Nun kann man die Lieder auf der SD-Karte über das Hauptbedienteil steuern. Wobei wir auch gleich bei einer kleinen Schwäche des Gerätes wären. Ist die Hauptbedieneinheit auf CD gestellt, so kann man die SD-Karte über eine separates, oben links angebrachtes Bedienteil steuern (Cue, Play, Pitch bzw. Pitchbend, Syncro und Search). Ist die Hauptbedieneinheit jedoch auf SD gestellt, so ist man nicht in der Lage, die CD zu steuern. Die CD ist also in diesem Moment nicht steuerbar, ein Vertauschen der Bedieneinheiten wäre deshalb wünschenswert gewesen. Positiv möchte ich jedoch anmerken, dass sich der Player die Trackposition vor dem Umschalten der Hauptbedieneinheit von CD auf SD "merkt", beim erneuten Wechsel auf CD setzt die Trackwiedergabe an diesem Punkt wieder ein.

 

Syncrofunktion:

Jetzt kommen wir zu einem weiteren Highlight des DMP-555, der SD-Syncro-Funktion!
Nun ist die im MP3-Tag angegebene BMP Angabe von großer Bedeutung. Der Player ist dadurch in der Lage, einen Track von der SD auf den laufenden Track der CD automatisch anzupassen. Somit werden die Tracks ganz einfach per Knopfdruck synchronisiert.
Möchte man dies jedoch selber machen, so kann man einen Wert von +/- 16% per Drehregler einstellen.

 

Isolator:

Ein weiteres Highlight ist der eingebaute ISOLATOR, ein Hoch-, Mittel- bzw. Tiefenfilter, welchen man per Knopfdruck auf den CD-Track oder den SD-Karten Track anwenden kann. Diese Funktion ist besonders nützlich, wenn man die MIXOUT-Funktion des Players verwendet und so z. B. die Bässe eines Tracks filtert.

 

Pioneer schafft die Verbindung zwischen CD-Player und PC:

Wer nun denkt, dass das alles war was Pioneer zu bieten hat, der hat sich gewaltig geirrt.
Der Pioneer DMP-555 besitzt nämlich noch eine USB-Schnittstelle, die in Verbindung mit der mitgelieferten PC Software DJ Both doch zu sehr viel Spaß verhilft. Nach kurzer und unkomplizierter Installation der Schnittstellentreiber kann man zwei virtuelle CD Player per DMP-555 Hardware steuern.
Zusätzlich kann man das SD-Karten Laufwerk per PC ansteuern und so die eigenen Tracks oder Loops bequem auf der Karte sichern, auch ein Rippen von Liedern ins MP3 Format ist dadurch kinderleicht.

Leider hat die Software noch ein paar kleinere Macken, die jedoch von Pioneer durch ein demnächst erscheinendes Softwareupdate behoben werden sollen.

 

Fazit:

Mit dem MultiMedia Player DMP-555 ist Pioneer erneut ein großer Wurf gelungen, man stellt sich jedoch die Frage welche Zielgruppe Pioneer mit diesem Gerät ansprechen will!

Was mich auf Anhieb überzeugt hat, ist der ISOLATOR, die BPM-Edit-Funktion für die SD-Karte, der Card-Trim für die MIXOUT-Funktion und die SYNCRO-Funktion, doch kein Gerät ist perfekt, so auch der DMP-555 nicht.

Die gleichzeitige Verwendung einer MP3 CD und einer SD-Karte ist nicht möglich. Befindet sich eine CD mit CD-Text und gleichzeitig eine SD-Karte im Laufwerk, so wird der CD-Text der CD nicht angezeigt. Die Pitchrange von +/- 16% ist auch etwas mager ausgefallen. Doch diese genanten Punkte sind nur Schönheitsfehler, die keineswegs den Weltuntergang bedeuten, und eventl. noch mit einem Softwareupdate von Pioneer behoben werden.

Es gibt jedoch noch einen weitereren Punkt, welcher etwas mehr ins Gewicht fällt. Verwendet man die SD-Karte über die Extrabedieneinheit, so gibt es keine Auto-Cue-Funktion für diese. Man ist auch nicht selbst in der Lage den Cuepunkt zu setzten, dieses ist der einzige doch etwas nervige "Fehler".

 


 




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